WIZO (WOMEN'S INTERNATIONAL ZIONIST ORGANISATION)
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WIZO in Zahlen |
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Auch das macht WIZO! |
Zitate über WIZO |
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Geschichte
1907 schloss sich in Deutschland, direkt nach dem Zionistischen Kongress in Den Haag, eine Gruppe deutsche zionistischer Frauen zusammen, um die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der jüdischen Frauen in Palästina zu verbessern. Sie nannte sich "Jüdischer Frauenverein für kulturelle Arbeit in Palästina".
1920 gründete Lady Rebecca Sieff in London die WIZO. Der deutsche "Kulturverein" wurde der WIZO angegliedert, setzte seine Arbeit aber eigenständig fort und schickte weiterhin Lebensmittel und andere Güter nach Palästina.
1923 wurde in Dresden der "Bund Zionistischer Frauen" gegründet, der es sich ebenfalls zum Ziel gesetzt hatte, neben der erforderlichen Sozialarbeit in der eigenen Gemeinde, die Menschen in Palästina zu unterstützen.
Die auf Unabhängigkeit bedachte Arbeit der beiden Gruppen bereitete der WIZO-Exekutive in London aber große Probleme. Daher wurde im März 1929 eine vollständige Fusion der beiden Organisationen beschlossen und verabschiedet.
Jenny Blumenfeld wurde die erste Präsidentin der WIZO Deutschland.
Recha Freier, die frühere Präsidentin von WIZO Bulgarien und Mitglied der WIZO-Exekutive erkannte gleich zu Beginn der Nazizeit die drohende Gefahr für die jüdische Bevölkerung in Deutschland und entwickelte trotz immenser Schwierigkeiten und großer Widerstände ein "Jugend Alliah-Programm", um möglichst viele Kinder aus Deutschland heraus zu bringen.
So gelang es ihr tausende Mädchen und Jungen zu retten und sie vor dem sicheren Tod durch die Nazis zu bewahren.
1935 übernahm Henrietta Szold ihre Arbeit und setzte diese fort, so lange es möglich war.
1946, gleich nach dem Krieg, gründeten sich in Deutschland wieder erste WIZO-Gruppen in den Lagern für "Displaced Persons", den Überlebenden des Holocaust. Schon im ersten Jahr gab es etwa 3000 Mitglieder in 30 verschiedenen Lagern.
Die Arbeit der WIZO konzentrierte sich hier zuerst auf die Organisation von Kindergärten und Sozialstationen, die sich um schwangere Frauen und stillende Mütter kümmerten. Später wurden verschiedene Aktivitäten wie Nähen und Stricken und Kurse in Hebräisch und Englisch angeboten.
1947 wurde die erste WIZO-Gruppe außerhalb eines DP-Lagers in Hamburg mit Hilfe der Mutterföderation WIZO England gegründet.
In den folgenden Jahren bildeten sich weitere Gruppen in Berlin, Frankfurt und München.
1949 zog die WIZO Zentrale von England nach Israel.
1960 gelang es Fay Gove-Pollack, Mitglied der WIZO-Welt-Exekutive, die WIZO Föderation Deutschland wieder ins Leben zu rufen.
Am 30. März 1960 wurde Hellen Israel aus Düsseldorf in Frankfurt zur ersten Präsidentin gewählt und Dr. Gitta Guttmann aus Frankfurt wurde Vizepräsidentin.
Von 1990 bis 2003 war Lala Süsskind aus Berlin die Präsidentin der WIZO Föderation Deutschland e.V.
Seit 2003 ist Rachel Singer Präsidentin von WIZO Deutschland e.V.
Heute gibt es in Deutschland 9 WIZO Gruppen.
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Die Anfänge der WIZO
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 "Geschäftsstelle"
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 1948
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 1950
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|  Ein Fest
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WIZO in Zahlen
- WIZO ist weltweit die größte Frauenorganisation
- 250.000 ehrenamtlich tätige Mitglieder arbeiten in über 50 Ländern für WIZO
- WIZO unterhält über 800 Projekte in Israel
- Dort werden Frauen, Kinder, Jugendliche und Senioren betreut - unabhängig von Herkunft und Religion
- Eine von acht israelischen Familien profitiert von WIZO
- WIZO verteilt über 900.000 Mahlzeiten pro Tag
- WIZO ist Mitglied der UNICEF
- WIZO hat Beraterstatus in der ECOSOC
- WIZO ist eine von der UNO anerkannte NGO (Non Governmental Organisation)
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WIZO Projekte
Kindertagesstätten:
WIZO betreut 14.000 Kinder im Alter von 6 Monaten bis 5 Jahre in 172 Kindertagesstätten in Israel.
Hier werden alle Kinder liebevoll betreut, jüdische Traditionen erlernt und praktiziert. Besonderer Wert wird auf die individuelle Entwicklung des Einzelnen gelegt, aber auch auf den Respekt und die Gleichberechtigung anderer Kulturen.
Schulen und Jugenddörfer:
WIZO unterhält 11 Schulen und Jugenddörfer ( 6 Internate und 5 Jugenddörfer) in Israel, in denen etwa 7.600 Schüler und Schülerinnen unterrichtet werden.
Hierbei handelt es sich sowohl um israelische Schüler/innern als auch um Neueinwanderer aus Russland und Äthiopien, um leistungsstarke Schüler, aber auch um Kinder und Jugendliche mit Lernschwächen. Sie alle werden ermutigt, speziell gefördert und aufgefordert, neben der Schule noch in der örtlichen Gemeinde mit zu arbeiten, um gleichzeitig das soziale Verhalten zu schulen.
Jugendklubs:
WIZO unterhält 54 Jugendklubs, die über 22.000 Jugendlichen zur Verfügung stehen.
Diese Jugendklubs ermöglichen vor allem Kindern und Jugendlichen aus problematischen Familien ein geregeltes Freizeitprogramm nach der Schule.
Sie finden dort viele Möglichkeiten zur Weiterbildung, aber auch Freizeitbeschäftigungen. So werden neben Hausaufgabenbetreuung, Sport,- Kunst,- und Musikkursen, auch Computerprogramme und Sprachunterricht angeboten.
WIZO-Zentren:
In über 80 WIZO-Zentren werden soziale und kulturelle Veranstaltungen für Frauen und Senioren angeboten. Das Programm reicht von verschiedenen Workshops, über Vorträge und Diskussionsgruppen bis zu gemeinsamen Ausflügen zu Museen und Theatern.
Altersheim:
Im Herzen von Tel Aviv unterhält die WIZO ein Altersheim, das bekannt ist für seine Herzlichkeit und Fürsorge.
Familientherapiezentrum:
Das Theodor Heuss-Familientherapiezentrum in Herzliah, das eigentlich 1967 als Müttergenesungsheim gegründet wurde, ist heute ein Familientherapiezentrum, in dem Alleinerziehende, Ehepaare, Eltern von Terroropfern oder gefallener Soldaten, misshandelte Frauen und Mütter und Frauen von Strafgefangenen, Alkoholikern und Drogenabhängigen betreut und beraten werden.
Beratungsstellen:
Über 30 Beratungsstellen der WIZO stehen Frauen juristisch bei Scheidungen, Trennungen, Sorgerechtsfragen oder Unterhaltszahlungen zur Seite.
Hotlines:
Die WIZO unterhält rund um die Uhr Hotlines für Kinder, Jugendliche und Frauen.
Hier arbeiten ehrenamtliche Helferinnen, die speziell für die telefonische Beratung ausgebildet sind. Ebenso hilft WIZO bei Einrichtungen von so genannten Alarm-Buttons. Das sind Notrufeinrichtungen, die bei gefährdeten Frauen zuhause installiert und direkt mit einer Hotline verbunden sind.
Frauenhäuser:
In den Frauenhäusern der WIZO finden Frauen und Kinder Zuflucht vor gewalttätigen Männern und Vätern.
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Auch das macht WIZO!
Gleichberechtigung und Schutz der Frau:
1951 wurde auf Betreiben der WIZO das Gleichstellungsgesetz für Frauen im israelischen Parlament verabschiedet.
1991 trat das Gesetz zur Bekämpfung von häuslicher Gewalt in der Familie in Kraft, an dem die WIZO maßgeblich beteiligt war. Es verwehrt u.a. gewalttätigen Männern den Zutritt zur ehelichen Wohnung. Diesem Gesetz ging der Bericht einer von WIZO gegründeten Kommission voraus, die sich mit dem Thema Gewalt in der Familie beschäftigte und Empfehlungen erarbeitete.
Außerdem hat WIZO in Zusammenarbeit mit dem Wohnungsministerium das "half way house project" eingeführt, das Frauen hilft, nachdem sie die Frauenhäuser verlassen haben. Sie bekommen Appartments in der Nähe der Frauenhäuser, so dass sie auch weiterhin die dortige Beratung in Anspruch nehmen können.
Politische Bildung der Frauen:
WIZO hat sich schon vor einigen Jahren vorgenommen, Schulungszentren und Ausbildungsstätten im ganzen Land einzurichten, um Frauen zu ermutigen und zu fördern, sich politisch weiter zu bilden und sich auf lokaler oder nationaler Ebene zu engagieren und/oder für öffentliche Ämter zu kandidieren.
1999 wurde die erste Schule für politische Bildung gegründet.
Heute unterhält WIZO vier Schulen in Haifa, Jerusalem. Beersheva und Kyriat Shmona, die sich "School of Political Leadership for Women" nennen.
Integration von Neueinwanderern:
Die Bemühungen der WIZO Neueinwanderer zu integrieren haben eine lange Tradition. Sie begann mit der Aufnahme von Kindern, die den Holocaust überlebt haben, setzte sich fort mit 28.000 Juden, die aus Äthiopien über Notluftbrücken 1985 bis 1991 eintrafen und fand ihren Höhenpunkt in der Eingliederung von etwa einer Million Neueinwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion in den 90er Jahren.
WIZO unterhält Kurse in hebräischer Sprache für die Immigranten, bietet soziale und kulturelle Programme und Soforthilfe im Alltag, z.B. bei Einkäufen, Arztbesuchen usw. Selbstverständlich stehen alle Kindertagesstätten, Schulen und Jugenddörfer den Neueinwanderern zur Verfügung. In vielen Fällen sind die Jugenddörfer für die Jugendlichen, die ohne ihre Eltern nach Israel kommen, ihr einziges Zuhause.
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Zitate über WIZO
David Ben Gurion, ehemaliger Ministerpräsident von Israel: "Wenn es die WIZO noch nicht gäbe, so müsste man sie heute gründen".
Teddy Kollek, ehemaliger Bürgermeister von Jerusalem: "Die WIZO ist die einzige Organisation, die mehr tut, als sie verspricht".
Ehud Olmert, Ministerpräsident des Staates Israel: "Viele der Probleme, die die WIZO bewältigt, gehören eigentlich zu den Aufgaben, die normalerweise von der Regierung übernommen werden sollten."
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